+43 2236 380183 mail@lumasi.at
Sag zum Abschied leise “Servus”…

Sag zum Abschied leise “Servus”…

Nach fast 4 Jahren fällt der Abschied sehr, sehr schwer.. auch wenn es ein selbst gewählter Abschied ist, weil sich für mich die lang ersehnte Chance ergeben hat, beruflich in die Kleinkindbetreuung zu gehen. Ich verlasse LUMASI mit Ende September und möchte nur kurz persönlich “Danke” sagen.

Danke…
…für die Chance zum Wiedereinstieg.
…für die Geduld, die ihr mir dabei entgegen gebracht habt.
…für die Leichtigkeit, mit der in unserem Team Beruf und Familie zu vereinbaren waren.
…für die Möglichkeit relativ spontan “Abschied” zu nehmen und mir die Chance zu ermöglichen, in meinem Traum zu schnuppern und zu erfahren, ob’s das Richtige für mich ist.
…dafür, dass aus Kollegen Freunde und gar Familie wurden.

Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge und freue mich schon jetzt darauf, meine Kollegen und Partner im Winter beim schon traditionellen Punschabend und im Sommer bei unserem wunderschönen Sommerfest wieder zu sehen.

Ich sag zum Abschied leise “Servus”…

Eure Karin

Karin Steinwendtner

Ich weiß, was du letzten Freitag getan hast!

Ich weiß, was du letzten Freitag getan hast!

Wenn das Hirn vergisst

Wart ihr auch schon einmal in der Situation, dass ihr euch an vergangene Tage nicht erinnern konntet?

Ich will genauer sein… Wurdet ihr schon mal gefragt, wie euer Wochenende so war und konntet es dann nicht sofort beantworten, einfach weil ihr vergessen hattet wo ihr gewesen seid und was ihr überhaupt vor ein paar Tagen gemacht habt? Bei mir kommt das gerne mal nach einem sogenannten „Party-Marathon“ vor.

Dann sehe ich verzweifelt in meinen digitalen Kalender und stelle fest, dass ich keine Termine an besagtem Tag eingetragen habe.

Donnerstag essen mit einer Freundin, Samstag Tiergarten und anschließender Cocktail trinken, Sonntag Heuriger. Gut, soweit ist ja alles klar! Doch dann kommt die Frage nach dem Freitag und es fällt mir einfach nicht ein wo ich war!

Und genau das ist mir erst gestern wieder passiert, als ich mit meinen Kollegen zusammen saß und mir die Frage aller Fragen gestellt wurde… “Na? Wie war dein Wochenende?”

 

„Meine Zeitachse“

Der Kalender hilft mir nicht weiter, es muss also etwas Spontanes gewesen sein, was ich Ende der Woche getan habe und auch wenn die Frage „Was hast du Freitag denn Schönes gemacht“ eher aus reiner Höflichkeit gestellt wurde, ärgerte mich nichts mehr, als dass mein erst dreißig Jahre altes Gehirn wohl nicht mehr allzu gut arbeitet.

Nach der Frage zu meinem Wochenende, stieg Verzweiflung in mir auf und umso mehr ich mich darauf versucht hatte zu konzentrieren, umso mehr entfernten sich die Erinnerungen. Man kann es eben nicht erzwingen dachte ich mir und war bereits dabei es aufzugeben, als mir mein Kollege sagt „Schau doch einfach mal bei Google Maps nach!“

Wie? Was? Wieso weiß Google Maps wo ich gewesen sein soll am Freitag?

Ich öffnete die App und fand dann im Menü gleich den Punkt, der mir erschreckend genaue Daten liefert: Meine Zeitachse.

       

Google Maps Zeitachse. Fluch oder Segen?

Die Zeitachse führt genau Buch wo man zu welcher Uhrzeit war.

Egal ob per Auto, zu Fuß oder per Fahrrad. Sogar meine sportlichen Aktivitäten wie Laufen wurden aufgezeichnet.

Wo ich also an besagten Freitag war, wusste ich schnell wieder und das sogar sehr gut, denn Google Maps zeichnet sogar minutengenau auf, wann man einen Ort betreten hat und wann man ihn wieder verlassen hat. Wo ich Freitagabend war, werde ich hier nun nicht ausführen, aber es sei gesagt, dass der Heimweg doch ein wenig länger gedauert hat… zum Glück werden Zick Zack Linien noch nicht aufgezeichnet ;)

Doch wie gehe ich nun mit dieser Information um? Google Maps hat mich also schon immer verfolgt? Alles dokumentiert und wusste immer wo ich war, obwohl ich die App gar nicht verwendet habe! Die Details dabei sind ebenso erschreckend, denn mir wird sogar angezeigt in welchen Shops ich vor einem Jahr eingekauft habe!

Etwas übel wurde mir dann schon bei dem Gedanken, dass ich die ganze Zeit aufgezeichnet wurde, ohne es zu wissen… Also versuchte ich herauszufinden, wie weit die Aufzeichnungen zurückführen und siehe da: die ersten Aufzeichnungen fingen bei mir erst im April 2017 an.

Bei meinem Kollegen wiederum fanden die ersten Aufzeichnungen bereits schon vor vielen Jahren an.

Zum Glück kann man diese Funktion bei den Einstellungen deaktivieren, doch würde ich jedem Raten der ein Google Konto, sowie die Google Maps App am Smartphone verwendet,  zu kontrollieren, ob die Funktion deaktiviert ist oder nicht bevor er sich genauso wundert wie mich.

 

         

Mein Fazit

Stalking und Sicherheit gehen eben auch hier wieder Hand in Hand.

Wen so etwas wiederum nicht stört, der kann wie in meinem Fall jedoch auch wirklich einen feinen Nutzen daraus haben. Ich zumindest weiß nun, wo ich letzten Freitag war. Ich weiß aber auch wann ich wo angekommen bin, wann ich nach Hause ging und ebenso wann ich zu Hause angekommen bin.