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Was vor wenigen Jahren noch total utopische Zukunftsmusik war, hat mittlerweile in der industriellen Fertigung Einzug gehalten: die additive Fertigung oder umgangssprachlich 3D-Druck.

Hier handelt es sich um die Erzeugung echter dreidimensionaler Bauteile auf der Basis von Datensätzen, die vorab in einem CAD-Programm erstellt wurden. Die Werkstücke werden Schicht für Schicht aufgebaut, daher auch die Bezeichnung „additive“, also aufbauende Fertigung. Begonnen hat dieser Trend in der Herstellung von Mustern und Prototypen, mittlerweile können voll funktionsfähige Bauteile, die auch im Endprodukt verwendet werden, hergestellt werden.

Aber nicht nur in der Industrie, auch in vielen anderen Lebensbereichen kommt der 3D-Druck bereits zum Einsatz: während man in der Lebensmittelindustrie noch eher in den Kinderschuhen steckt, kommen additiv gedruckte Orthesen und Prothesen in der Orthopädie schon regelmäßig zum Einsatz. Gerade in der Medizin können mit dieser Technik große Meilensteine geschaffen werden: 2017 haben Zürcher Forscher ein funktionierendes Silikon-Herz mit einem 3D-Drucker hergestellt. Das Modell übersteht bislang zwar nur etwa 3000 Herzschläge, was circa 30 bis 45 Minuten entspricht, ist aber ein wegweisender Durchbruch in der modernen Medizin.